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    LUTRA

    Das Kulturmagazin für Kaiserslautern.
    Erscheint halbjährlich im Frühjahr und im Herbst.
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    LUTRA berichtet über Kunst, Kultur, Theater, Konzerte, Stadtgeschichte, Wissenschaft und Forschung.

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    Auch auf dieser Website:
    Der KulturPlanKaiserslautern.
    Kulturveranstaltungen auf einen Blick.
    Erscheint monatlich von September bis Juli.





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    LUTRA ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Kaiserslautern mit dem Museum Pfalzgalerie, dem Pfalztheater, der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, dem Kulturzentrum Kammgarn, der Fachhochschule, der Technischen Universität Kaiserslautern, der Volkshochschule, der Atlantischen Akademie, der Evangelischen Kirche, dem Fraunhofer IESE und dem Fraunhofer ITWM.

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Willkommen


 

 



LUTRA 12

Ein Heft für alle, die selbst künstlerisch aktiv werden wollen, und über jene, die es bereits sind: In LUTRA 12 stellen wir „Amateure“ vor, die ihre kreative Berufung gefunden haben. Vom leidenschaftlichen Poetry Slammer über die klassische Chorkarriere bis hin zum Krimi schreibenden Software-Spezialisten reicht das Spektrum der entsprechenden Biografien. Außerdem verrät LUTRA, wo derzeit kreative Laien gefragt sind. Beispielsweise bei den „Begegnungen!“ des Pfalztheaters, die in ihrer fünften Auflage Flucht und Asyl reflektieren, und zwar unter Rückbesinnung auf den antiken Tragödiendichter Aischylos. Dessen Drama „Die Schutzflehenden“ wird mit Elfriede Jelineks moderner Fortschreibung „Die Schutzbefohlenen“ kombiniert und unter Mitwirkung von mehr als 30 Kaiserslauterer Bürgerinnen und Bürgern auf die Bühne gebracht.

Apropos Flucht: Dass auch unter denen, die in den vergangenen Jahren aus Syrien oder dem Iran fliehen mussten und nun bei uns leben, Künstler und kreative Geister sind, belegt LUTRA-Autorin Sabine Michels in zwei lesenswerten Porträts. An den Beispielen des syrischen Malers Youssef Hag Ebrahim und des jungen iranischen Rappers Sam Rezai, der der Band „Shaian“ angehört, wird gleichzeitig deutlich, vor welchen Herausforderungen die Geflüchteten stehen, welcher inneren Zerrissenheit sie standhalten müssen. Diese Problematik greift auch eine von Thomas Brenner kuratierte Schau des Stadtmuseums auf: Gespeist durch Handyfotos der Geflüchteten, zeigt die Ausstellung „Alte Heimat – Neue Heimat“ Flucht und Neubeginn konsequent aus der Perspektive junger Menschen.

Ein „Wanderer zwischen den Welten“ ist ebenfalls der iranische Komponist Nader Mashayekhi, der lange in Wien lebte und wirkte, mittlerweile aber wieder nach Teheran zurückgekehrt ist. Mashayekhi gilt als Brückenbauer zwischen westlicher Avantgarde und persischer Musik; seine Oper „Neda – Der Ruf“, die ab 23. April am Pfalztheater Kaiserslautern gespielt wird, beschäftigt sich nicht zuletzt mit dem Rollenbild der Frau in der islamischen Gesellschaft.

Interessante Entdeckungen sind während der kommenden Monate auch im Museum Pfalzgalerie zu machen. Hier zeigt man zunächst die seltsam „stillen“, wie entrückt wirkenden Skulpturen des Südtiroler Holzbildhauers Walter Moroder, dann abstrakte Farbfeldmalerei von Jackson Pollocks älterem Bruder Charles. Wer zu diesen Werken aktiven Zugang sucht, kann sich der Museumspädagogik an der Pfalzgalerie anvertrauen. Wer indes das dringende Bedürfnis verspürt, „nur noch kurz die Welt retten“ zu wollen, sollte das gleichnamige Sommersemesterprogramm der „Campus-Kultur“ an der Technischen Universität in Erwägung ziehen. Denn die für alle offene Vortrags- und Workshopreihe erörtert dieses Mal existenzielle Fragen unserer Zeit.

In diesem Sinne will LUTRA Lust machen: auf kreative Selbstentfaltung und einfühlsame Weltbetrachtung – Ihr Redaktionsteam.